Fuerteventura 2026
Heute ging es ziemlich entspannt los, denn der Flug startete erst 14:55. Daher konnte ich zu Hause auch noch ein kleines Mittag essen, bevor ich wie üblich mit dem Auto zur Uni gefahren bin. Dort steht es nun wieder über eine Woche. Da die S-Bahn aktuell wegen Bauarbeiten nicht fährt, gibt es immer noch den Schienenersatzverkehr. Dauert zwar eine viertel Stunde länger, aber trotz leichtem Stau auf der A8 war ich gegen 13:30 am Flughafen. Ich hatte zur Sicherheit für den Securitycheck eine FastLane reserviert. Hier war nur eine Person vor mir, so dass ich auch hier im Handumdrehen durch war. Der Flug startete dann fast pünktlich gegen 15:00 Uhr und landete pünktlich gegen 18:30 Uhr. Hier in Fuerteventura ist es eine Stunde früher, also Flugzeit ca. 4,5h. Mein Mietwagen hatte ich bei Cicar gemietet, das ist eine spanische Autovermietung, mit welcher ich schon gute Erfahrungen gemacht habe. Es ist wieder nur ein kleiner, pummeliger Fiat 500 mit Panoramadach. Außer, dass der Angestellte auf dem Parkplatz eine Weile das Auto suchen musste, lief alles recht zügig von statten. Unterwegs zum Ferienhaus habe ich noch in einem Lidl Lebensmittel eingekauft. Ich war dann so gegen 19:45 dort. Die Vermieterin hat mir kurz alles erklärt und nun kann der Urlaub beginnen.
Nach einer geruhsamen Nacht und einem Müslifrühstück startete nun meine erste Wanderung. Der Ausgangspunkt, der kleine Ort Casillas del Angel, war nur ca. 10 Autominuten entfernt. Von da ging es eine Weg durch karge Landschaft allmählich aufwärtssteigend zur Degollada de la Vista de Casillas. Von hier hatte man einen wunderbaren Blick auf die nun vor einem liegende Ebene von Tefia. Nun ging es wieder hinab bis zur Ermita de San Agustin in der Nähe von Tefia, eine kleine, beschauliche Kirche mit einem sehr schönen Vorplatz. Von hier ging es einen alten Mulipfad zur nächsten Degollada de Facay. Dieser Anstieg war zwar nicht lang, aber trotzdem recht anstrengend. Oben angekommen, war es Zeit für eine kurze Mittagspause. Nun ging es in das grüne Valle de Tetir, welches ich bis zu dem kleine Weiler Cortijo de la Sargenta durchquerte. Dann ging es wieder aufwärts zur dritten und letzten Degollada de la Sargenta. Nach einer kleinen Verschnaufpause wanderte ich nun stetig bergab, vorbei an einer Olivenplantage, bis ich wieder am Ausgangspunkt nach ca. 4 Stunden und 15 km anlangte. Im Ferienhaus wurde dann erst mal ordentlich geduscht, ausgeruht und Kaffee getrunken.
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im Valle de Tetir
Gestern Abend habe ich nun endlich den Jacuzzi getestet. Traumhaft, bei sternenklarem Himmel entspannen. Heute fuhr ich dann mal etwas weiter in den Westen der Insel. Ich hatte mir für heute eine Küstenwanderung ausgesucht, welche bei der Playa del Valle begann. Dieser Strand liegt in der Nähe des anscheinend inzwischen geschlossenem Ferienclub Aguas Verdes. Von hier aus geht dann nur noch eine Erdstraße, vorbei an einzelnen Häusern, zum Strand. Die Wanderung selbst verlief nun ziemlich weglos und oft ohne Markierungen, wie die sonst so üblichen Steinmänchen, entlang der schroffen Steilküste. Da immer mal wieder auch Fahrspuren kreuzten, vermutlich von Offroad-Buggys, musste man manchmal aufpassen, dass man nicht diesen folgt. Denn teilweise durchquerte man Barrancos (Schluchten), andere aber musste man umgehen, da diese zu abschüssig waren. So ging es ca. 2 Stunden lang gen Norden, immer wieder mit tollen Ausblicken auf das Meer und auf die scheinbar unendlich weite, karge Landschaft. Bei dem Barranco de la Fuente Blanca war dann laut meinem Wanderführer Zeit für die Umkehr. Dieser schlug zwar noch vor, dass man dort hinab klettern kann, um sich in dem Meerwasserpool zu erfrischen. Aber dort hatte sich lauter unappetitlicher Meeresschaum gesammelt. Also verzichtete ich darauf und ging noch ein kleines Stück weiter, bevor ich Mittagspause machte und dann wieder umkehrte. Auf dem Rückweg habe ich dann eine andere Stelle entdeckt, wo ich in einem solchen natürlichen Meeresbecken mich erfrischen konnte. Hier machte ich auch gefühlt 1000 Fotos, da immer wieder mal die Wellen über die Felsen brandeten- ein fantastisches Schauspiel! Nach insgesamt 4,5 Stunden war ich wieder am Auto und kehrte heim.
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Meeresbecken
Gestern während der gesamten Wanderung nicht eine Menschenseele getroffen, heute dafür gefühlt dem Massentourismus gefrönt. Die erste Wanderung führte zu einem Felsentor, laut Wanderführer das wohl spektakulärste der Kanaren. Da ich schon recht zeitig wach war, konnte ich auch um so zeitiger losfahren zu dem ca. eine dreiviertel Stunde entfernten Ort Vega de Rio Palmas. Von hier aus ging es nun auf einem ausgetrocknetem Flussbett durch eine wunderbare Palmenoase bis zu einem ebenfalls ausgetrockneten Staudamm. Vor der Staumauer sieht man nur noch eine größere Ebene aus ockerarbener Erde. Ab da ging es entlang einer alten Wasserleitung auf Felsstufen hinab in den Barranco. Vorbei an einer weißen Kapelle, welche sich deutlich von den grauen Felsen abhob. Bald verließ ich aber den Schluchtenweg, um einen Pfad steil hinauf zu dem Felsentor einzuschlagen. Nach nicht allzu langer, aber schweißtreibenden Kraxelei stand ich davor. Natürlich nicht allein, daher musste ich etwas warten, um einen günstigen Zeitpunkt für ein paar schöne Fotos zu erwischen. Dann ging es auf dem selben Weg wieder zurück zum Auto. Dort war ich nun schon kurz nach 11:00 Uhr- viel zu zeitig, um schon wieder in das Ferienhaus zu fahren. Also fuhr ich noch ein Stück weiter ganz in den Westen zu dem Küstenort Ajuy. Hier war dann trotz des eher schlechten Wetters, bedeckt und nieselig, noch viel mehr los! Den gut ausgebauten Küstenweg säumte eine Menschentraube. Aber nun war ich mal hier, also schloss ich mich dieser an. Auf diesem Weg ging es bis zu einer imposanten schwarzen Grotte, der Caleta Negra. Von hier aus ging es nun hinauf zum Küstenplateau, allerdings nur einen eher unscheinbaren Weg. Vermutlich daher wurde es hier wesentlich ruhiger, was Menschenbegegnungen betraf. Dieser Weg führte nun bis zum nächsten Felsentor Pena Horadada. Hier gab es eine fantastische, gewaltige Brandung. Aber leider war es, wie schon erwähnt, sehr trüb und es nieselte. So gelangen mir hier nicht wirklich schöne Fotos. Nach einem kurzem Mittagssnack ging es wieder zurück und ich fuhr ins Quartier. Auch war es hier inzwischen bewölkt und windig. Aber laut Wetterbericht soll es eigentlich noch bis zum Freitag schön bleiben. Hoffentlich stimmt dieser ...
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Felsentor Arco de las Penitas
Heute Morgen sah es noch sehr trüb aus. Ein Blick in die Wetterprognose bescheinigte, dass die Wolken sich am ehesten ganz im Süden verziehen werden. Also suchte ich mir dort eine Wanderung raus. Anfahrtszeit allerdings ca. 1 Stunde und ich kam erst gegen 09:00 Uhr los. Als aber unterwegs schon die Wolken aufrissen, entschied ich mich kurzerhand um und fuhr nochmal in den Westen der Insel. Und zwar in die Nähe des Fischerdorfes Puertito de los Molinos. Warum der Ort mit nur ein paar wenigen Fischerkaten so heißt, blieb mir verborgen- denn Mühlen (Molinos) gab es hier nicht. Von dem Wanderparkplatz aus ging es aber erst einmal in ein Naturschutzgebiet, den Barranco de los Molinos. Gleich zu Anfang stand auch eine Tafel, welche darauf hinwies, dass das Gebiet ab dem 15.02. zwecks der Brutzeit gesperrt ist. Allerdings verlief der Wanderweg immer nur oberhalb des Barranco. Man kam also den Vögeln eh nicht zu nah, hatte aber wunderbare Ausblicke in diese grüne Oase. Kurz vor dem Fischerdorf senkte sich dann der Weg hinab in den Barranco und hier sah ich dann auch, das ein Weg direkt hinein verlief. Meine heutige Strecke ging aber weiter Richtung Süden an der Steilküste entlang. Dazu musste ich sogar gleich zu Anfang Hände und Füssen einsetzen, da es keinen ordentlichen Weg hoch zum Küstenplateau gab. Wahrscheinlich habe ich mir dabei noch die schwierigste Stelle rausgesucht, denn oben angekommen, sah ich einen mehr oder weniger deutlichen Pfad. Nun ging es aber wieder wesentlich angenehmer immer entlang der schroffen Küste. Heute waren die Wellen besonders rau. Teilweise schafften es diese sogar bis fast hinauf auf das Plateau, was mehrere hundert Meter sein müssen! An einer Stelle ging es auch zu einem Barranco hinunter. Dort war ein schöner, verheißungsvoller und flacher Strand. Baden war zwar viel zu gefährlich. Aber ich dachte, ein Stück reingehen wird schon möglich sein. Ich kam bis zu den Knien, dann kam eine große Welle und ich musste schnell schauen, dass ich mich noch wo festhalten konnte. Verrückt, welche Kraft diese Wellen doch haben! Also brach ich weitere Versuche ab und setzte meine Wanderung fort. Diese verlief nun bis zum Baranco de la Fuente Blanca. Wer jetzt stutzt, weil er diesen Namen schon einmal gehört hat. Ja, bis dorthin bin ich am Montag von Süden her gewandert. Mein heutiger Weg verließ nun an dieser Stelle die Küste und führte in Richtung Landesinnere. In dieser kargen, baumlosen Landschaft musste ich nun auf eine Anhöhe hinauf, was sehr schweißtreibend war. Oben angekommen, hatte man aber eine wunderbare Rundumsicht. Nur der Weitblick war nicht so gut, da es eher diesig war. Nun ging es stetig weiter, vorbei an Ziegen und einem alten, verfallenen Kalkofen, bis ich wieder bei meinem Auto angekommen war. Heute Morgen war ich der Einzige auf dem Parkplatz, jetzt standen ca. 10 Autos hier. Daher möchte ich immer so bald wie möglich mit meinen Wanderungen starten.
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Barranco de los Molinos
Das war heute eine sehr schöne Wanderung! Zuerst sah es gar nicht danach aus, denn noch beim Start dieser gegen 10:00 Uhr war es noch sehr bewölkt. Aber ich habe mich darauf verlassen, dass die Wolken schon noch verschwinden. Los ging es in dem Ort Tiscamanita, wieder ziemlich in der Inselmitte gelegen. Zu Anfang musste man noch eine kleine Straße laufen, bis man allmählich den Ort verließ. Hier am Ende des Ortes gab es noch einen krassen Kontrast- auf der einen Seite der Straße eine Villa, umgeben mit Mauern und Überwachungskameras. Auf der gegenüber liegenden Seite eine komplett verfallene Hütte. Nun ging es einen wunderschönen Wanderweg hoch hinauf zum Morro Jorjado (681 m). Anfangs vorwiegend noch unter wolkenbedecktem Himmel, blickte immer öfter der blaue Himmel durch, um so höher ich kam. Nur der Blick nach unten ins Tal war weiterhin trüb bzw. teilweise durch die durchziehenden Wolken gar nicht möglich. Oben angekommen, machte ich noch einen kurzen Abstecher zu dem noch etwas höherem Gran Montana (711 m). Hier oben war man buchstäblich über den Wolken. Nun ging es weiter auf einem aussichtsreichem Rücken. Hier hatte man Sicht sowohl auf die West-, wie auch auf die Ostküste der Insel. Im Westen waren gar keine Wolken zu sehen und im Osten verzogen sich diese allmählich. Aber nicht nur der Ausblick war super, sondern auch die wunderbare grüne Landschaft um einen rum. Diese begleitete mich heute fast die gesamte Wanderung. Ein krasser Gegensatz zu der Flora im Westen der Insel. Wolfsmilchgewächse, Agaven, Feigenkakteen und so weiter. Bald ging es dann wieder abwärts ins Tal zu dem Ort Agua de Bueyes. Ab hier verlief der Weg nicht mehr so schön über eine Schotterpiste, und das inzwischen bei sengender Sonne. In Agua de Bueyes habe ich mir noch kurz den Vorgarten eines Aloe-Vera-Betriebes angeschaut, da der laut Wanderführer sehr schön sein sollte- was er auch war. In den Shop selber bin ich aber nicht rein. Die Schotterpiste verlief nun weiter nahe der Straße zurück bis zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Hier in Tiscamanita habe ich noch das Mühlenmuseum besucht. Hier steht eine wunderschöne Windmühle und es wurde erklärt, wie der Mühlvorgang darin ablief. Danach fuhr ich noch einmal Lebensmittel einkaufen, wohl das letzte Mal für diesen Urlaub.
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bäumchenartiger Dillenius-Feigenkaktus
Das heutige Wetter kann man zusammenfassen mit dem Wort "durchwachsen". Es weht schon den ganzen Tag ein steifer Wind und bis zum Mittag zeigte sich die Sonne nicht ein einziges Mal. Dadurch war meine heutige Wanderung zwar nicht so schweißtreibend wie sonst, aber eben auch nicht ganz so schön. Zumal die Landschaft sich heute eher wieder von der kargen Seite zeigte. Aber von vorne ..., los ging die Wanderung in dem Ort Llanos de la Concepcion bei einer Bar an der Straße. Bis auf einen kleinen Mini-Mercado (Einkaufsladen) und einer Ermita (Dorfkirche) gab es hier nicht mehr öffentliche Gebäude. Aus dem Ort raus musste ich zuerst eine wenig befahrene Straße gehen, bevor es wieder einmal auf einer Schotterpiste auf eine Erhebung ging, wie schon erwähnt bei relativ kräftigem Passatwind. Bei der nächsten Erhebung, dem Morro del Sol, konnte ich nun das heutige Ziel ausmachen, den Stausee Los Molinos. Im Sommer soll dieser meistens leer sein, aber auch sonst nie wirklich voll. Dennoch ist es der größte See auf Fuerteventura. Als ich nun an der Staumauer ankam, sah ich, dass selbst jetzt der See nicht besonders viel Wasser führte. Bis zum oberen Ende der Staumauer war noch eine Menge Platz. Um auf die andere Seite des See's zu gelangen, musste ich logischerweise über diese Staumauer. Allerdings war diese von beiden Seiten mit Drahtzäunen abgesperrt. Auf meiner Seite jedoch war der Drahtzaun aufgebogen, so dass ich hindurch schlüpfen konnte und auf der anderen Seite konnte man neben dem Zaun über eine halbhohe Barriere drüber steigen. Nun ging es also auf der anderen Seite wieder zurück Richtung Ausgangspunkt der Wanderung. In dem kleinen Ort wieder angekommen, kam ich noch an der Villa La Era Vijea vorbei. Besonders an dieser war ihr Vorgarten, geschmückt mit Kakteen, wie einigen riesigen Goldkugelkakteen und einem noch größerem Säulenkaktus. Wenn ich einen Vorgarten haben könnte, wäre das mein Traum.
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Traum-Vorgarten
Eigentlich war heute ein Badetag, also ein Ausflug an die Badestrände im Osten der Insel geplant. Jedoch hat der Wetterbericht für das ganze Wochenende nicht ganz so warme Temperaturen bis ca. 18 Grad und vor allem stärkeren Wind vorausgesagt. Das dürfte dann am Strand wohl eher unangenehm sein, daher habe ich mich für eine eher kurze Wanderung bei dem wunderschönen Ort Betancuria, die alte Inselhauptstadt, entschieden. Im Ort kam ich an einem arabischen Wasserschöpfrad vorbei, eine interessante Vorrichtung aus Holz. Weiter ging es bergan zur Degollada del Marrubio, auf einem wunderschönen Weg vorbei an Agaven und einem Teppich gelb blühender Pflanzen. Bei ziemlichen Wind verlief der Weg nun noch ein kleines Stück weiter hoch bis zum Morro del Cortijo (637 m). Nun ging es aber schon wieder stetig bergab bis zum Waldpicknickplatz Castillo de Lara. Bis dorthin kam ich vorbei an bei einem Waldbrand 2021 zerstörten Kiefernbestand. Bei dem Picknickplatz hatten sich schon etliche Menschen eingefunden, da das scheinbar am Wochenende ein beliebter Ausflugsplatz für die Einheimischen ist. Weiter auf einer Piste Richtung Straße kamen mir dann immer noch weitere Autos entgegen, so dass ich mich fragte, wo diese alle auf dem Miniparkplatz parken wollten. Ich jedoch überquerte bald die Straße Richtung Betancuria und lief ein kurzes Stück den Barranco de Betancuria entlang, bis ich wieder in dem Ort ankam. Hier war inzwischen schon eine ganze Menge los, etliche Autos parkten am Straßenrand und die Bars und Restaurants waren gut besucht. Da ich heute nur 2 Stunden unterwegs war, habe ich noch viel Zeit, um im Ferienhaus auf der Veranda zu lesen. Zu Mindestens, so lange es mir nicht durch den starken Wind zu kalt wird. Auch meine morgige Planung musste ich schon ändern, denn eigentlich wollte ich auf die kleine Insel Lobos. Jedoch wurde der Fährbetrieb über das Wochenende wegen des starken Windes eingestellt. Also versuche ich es am Montag. Und morgen dann wohl wieder eine kleine Wanderung ...
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Wasserschöpfrad
Von wegen kleine Wanderung! Am Ende war es die Längste in diesem Urlaub, ca. 18 km. Dazu musste ich nicht mal weit fahren, nur ca. eine viertel Stunde. Eigentlich begann die Wanderung erst im Ort Tindaya, doch als ich mit dem Auto durch das Dorf La Matilla kam, parkte ich schon hier. Denn der Wanderweg führte auch hier vorbei. Von hier aus ging es erst einmal wieder eine Schotterpiste hinab Richtung Tindaya. Heute begegneten mir auch mal ein paar Motocross-Maschinen, welche die staubige Piste entlang bretterten. Aber diese waren nicht mal das Problem. Viel öfter kam es vor, dass ich mich abwenden musste, um nicht den durch eine starke Windböe aufgewirbelten Staub in das Gesicht zu bekommen. Denn wenn auch den ganzen Tag die Sonne schien, der Passatwind hatte immer noch nicht nachgelassen. In Tindaya kam ich dann an der hübschen Dorfkirche vorbei und musste nun leider ein ganzes Stück auf einer Straße laufen. Irgendwann aber verließ der Wanderweg diese und führte hinauf zu einer Passhöhe mit tollem Blick auf den Berg Montana Tindaya. Dieser wird scheinbar als der heilige Berg der Ureinwohner bezeichnet. Auf dem Pass gab es auch eine Bank zum Ausruhen, aber es wehte hier oben so stark, so dass ich lieber weiterzog. Nun ging es wieder leicht bergab zum nächsten Dorf Vallebron. Auch hier hätte ich laut Wanderführer eigentlich ein Stück die Straße laufen müssen. Aber parallel zu dieser führte eine kleine Piste entlang, so dass ich lieber diese ging. Nun folgte das anstrengendste Stück hinauf zur Degollada el Renegado (502 m). Auf diesem Weg hatte man immer wieder einen fantastischen Blick in das Valle Grande, in welchem auch Vallebron liegt. Oben angekommen, sieht man eine große Sendestation, deren Antennen bei dem Wind ordentlich Geräusche machten. Nun ging es allmählich hinab zurück zum Ort La Matilla, dem Ausgangspunkt meiner Wanderung. Insgesamt war ich heute 4,5 Stunden unterwegs, was gar nicht schlecht war, denn der Wanderführer hat 5 Stunden angegeben- und das ohne Pausen und ohne Gegenwind ...
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Valle Grande
So, jetzt hat es geklappt mit dem Besuch der Insel Lobos. Diese liegt ganz im Norden von Fuerteventura und ist ein Naturschutzgebiet. Das bedeutet, Autofrei und der Zugang wird begrenzt. Also benötigt man vorab eine Genehmigung, welche nicht nur für einen Tag, sondern sogar nur für ein bestimmtes Zeitfenster gilt. Ich hatte mich für das erste Zeitfenster von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr entschieden. Da es in dem Ort Corralejo scheinbar etwas schwierig ist, zu parken, fuhr ich so los, dass ich dort schon gegen 09:00 Uhr eintraf. Ca. eine viertel Stunde fußläufig entfernt vom Hafen gab es dann einen großen, staubigen Parkplatz. Diesen wählte ich gleich, was wohl auch richtig entschieden war. Denn der Parkplatz direkt am Hafen war voll und in den Seitenstraßen sah es auch nicht viel besser aus. Mit dem Boot ging es dann hinüber zu der Insel. Dass die Überfahrt bei dem Wind am Wochenende gestrichen wurde, konnte ich verstehen, als wir dort am Bootsanleger eintrafen. Selbst heute war es nicht ganz einfach und die Bootscrew musste bei schwankendem Boot den Leuten behilflich sein, von Bord zu kommen. Allerdings ist beim Eintreffen dann niemand zwecks der Inselgenehmigung kontrolliert worden. Über die Insel führte nun ein Rundweg, welchen man auch nicht verlassen durfte. Die Landschaft war schon faszinierend, einerseits lauter so genannte Hornitos, aufgehäufte Vulkanschlote. Andererseits aber auch eine Meerwasserlagune, bei der man staunen kann, welche Fauna hier sich gebildet hat. Auch zu einem Agavenwäldchen konnte man einen Abstecher machen. Ganz im Norden der Insel thront dann auf einer schwarzen Anhebung ein nicht ganz so attraktiver Leuchtturm. Auch die Sicht in Richtung Lanzerote war leider nicht gut, es war mal wieder diesig. Dafür war der Blick zurück auf die Insel um so beeindruckender. Nun ging es wieder Richtung Hafen, aber auf halben Wege konnte man noch einen Abstecher auf die höchste Erhebung, den Montana de la Caldera, unternehmen. Auch wenn er nur 123 m hoch liegt, hat man doch auch von hier noch einmal eine wunderbare Sicht auf die Insel gehabt. Und am Horizont konnte man auch Lanzerote ausmachen. Allerdings war hier hoch auch eine ganze Menschenmenge unterwegs. Zum Glück ging es gerade, als ich oben ankam. Als nächstes machte ich am Strand, der Playa de la Calera Halt, denn es war noch fast eine Stunde Zeit, bevor das Boot zurückfuhr. Dummerweise hatte ich keine Badehose und kein Handtuch eingepackt, da ich nicht dachte, dass ich noch so viel Zeit hätte. Aber Menschen beobachten und Lesen half mir dann trotzdem, die Zeit zu verbringen. Rückzu mit dem Boot sah man nun auch etwas besser die Küste von Fuerteventura mit einigen Hotelhochburgen. Allerdings hätte man auch denken können, nur eine Fata Morgana zu sehen, denn der gelbe Sand und die Umgebung war von einem Dunstschleier umgeben.
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"Hornitos"
Hmm, eigentlich wollte es ich ja heute eher relaxt angehen und zu Mindestens einmal einen Strandtag einlegen. Aber als es heute Morgen "nur" 15 Grad waren, habe ich mich doch nochmal für eine Wanderung entschieden. Und zwar von Antigua auf einem alten Pilgerweg über einen Pass zu der alten Hauptstadt Betancuria. Stimmt, dort war ich ja schon ... Daher "pilgerte" ich auch nur bis zur Passhöhe, der Degollada del Marrubio. Bei dieser war ich zwar auch schon bei meiner Rundwanderung um Betancuria. Aber nun lief ich nicht hinab in den Ort, sondern wandte mich zuerst Richtung Norden auf die nächste Anhöhe, den Tegu (647 m). Von hier hatte ich erst überlegt, noch weiter zu dem Aussichtspunkt Mirador de Morro Velosa zu gehen. Doch von weitem sah ich, dass dort eine Menge los war, denn dahin konnte man auch mit dem Auto gelangen. Also drehte ich wieder um und ging an der Degollada weiter Richtung Süden auf den Morro Janana (672 m). Hier oben steht zwar eine große Sendemast-Station, aber ich hatte mir von hier aus schöne Ausblicke erhofft. Kurz gesagt, es ging so- was aber mal wieder auch mit dem diesigen Wetter zu tun hatte. Nun drehte ich endgültig um und wanderte wieder nach Antigua. Das sollte nun aber die letzte Wanderung für diesen Urlaub gewesen sein. Mein Flug morgen geht zwar erst um 18:00 Uhr, aber ich habe mir fest vorgenommen, dann morgen solange an den Strand zu gehen.
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Oft habe ich den letzten Tag gar nichts mehr ins Tagebuch geschrieben. Doch diesmal lohnt es sich definitiv. Nachdem ich erst so gegen 12:00 Uhr in aller Ruhe das Ferienhaus verlassen habe, bin ich nun tatsächlich noch an den Strand gefahren, und zwar in der Nähe von Corralejo. Hier gibt es schönsten, gelben Sandstrand. Dort gab es auch immer wieder so Steinburgen, welche vor dem Wind schützen. Ich habe auch gleich eine schöne gefunden. Das Meer war ganz schön unruhig und es wehte die rote Fahne. Ich bin aber trotzdem rein, da trotz der hohen Wellen der Rücksog hier nicht besonders stark war. Bis ca. 15:00 Uhr blieb ich hier, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machte. Unterwegs habe ich den Mietwagen noch vollgetankt, bevor ich ihn dann am Flughafen abgab. Kaum in der Flughalle eingetroffen, erhielt ich eine Message, und zwar von TUIfly- mein Flug würde nicht mehr Stuttgart anfliegen, sondern Nürnberg. Und von dort würde ich mit einem Bus nach Stuttgart gebracht werden. Auf der Übersichtstafel im Flughafen stand aber auch noch, dass bei meinem Flug, planmäßiger Abflug 18:00 Uhr, erst 22:00 Uhr Boarding-Time wäre!! Irgendwann habe ich dann erfahren, dass der Flug von Stuttgart aus technischen Gründen dort erst um 18:00 Uhr abfliegen kann. Wenn er dann von hier wieder starten kann, ist es aber zwecks dem Nachtlandeverbot in Stuttgart nicht mehr möglich, dort zu landen. Wenn ich jetzt mal grob mit einem Abflug hier um 23:00 Uhr rechne, dann vielleicht 5 Stunden bis Nürnberg, bin ich mit Zeitverschiebung 1 Stunde 05:00 Uhr dort. Eh dann der Bus losfährt, dauert es auch nochmal, und dann muss ich ja vom Flughafen in Stuttgart mit der S-Bahn erst zur Uni und dann noch mit dem Auto weiter. Das wird also eine ganz schöne Odyssee.
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am Strand
